Die Erinnerung an Dachau lebt

„Die sich des Vergangenen nicht erinnern, sind dazu verurteilt, es noch einmal zu erleben.“, wie einst schon der spanische Philosoph George Santayana sagte, ist es wichtig sich an die verjährten Geschehnisse zu erinnern. Diese Aussage können wir nur weitergeben, denn nach dem Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau haben wir das körperliche und psychische Leid vor Augen geführt bekommen. Nicht nur Juden mussten großes Leid ertragen, sondern auch homosexuelle Männer, Zeugen Jehovas, in den Augen der Nazis Asoziale, Menschen, die die Nationalsozialisten nicht unterstützen, Kriminelle, Sinti und Roma. Diese Menschengruppen mussten täglich schwere körperliche Arbeit leisten, als auch Schläge und Folter erleiden. Einziges Ziel der Nationalsozialisten war hierbei die Vernichtung dieser Gruppen.

Der Leitspruch „Arbeit macht frei“ wird schon im Eingang des KZ Dachaus bewusst gemacht. Schon beim Registrieren der Häftlinge wurden diese ihrer Identität beraubt, indem sie nur noch eine Nummer waren, was nochmals psychischen Druck ausübte und zum Gefühl der Entmenschlichung führte. Dies erleichterte den SS-Soldaten ihre Taten ohne Mitgefühl und Scheu auszuüben. Auch die Abgabe jeglicher privater Gegenstände und der sich dreimal wiederholende tägliche Appell trugen zur weiteren Zermürbung bei. Wer diesem Druck nicht standhalten konnte, durfte nicht auf Mitleid hoffen. Die Zuspitzung der Vernichtung zeigte sich im Besuch des Krematoriums, der Gaskammer bzw. „dem Brausebad“, der Schießgruben und des Galgenplatzes. Hier wurde der Wahnsinn Hitlers Rassenideologie deutlich. Durch Zeugenberichte und durch Bild- und Videomaterial wurde uns die damalige Situation nähergebracht. So konnten wir uns in die Lage eines Gefangenen versetzen und einfühlen.

Damit sich ein solches Ereignis nicht wiederholt ist es wichtig zu gedenken und sich daran zu erinnern, welche Taten damals verübt wurden. Diese schrecklichen Geschehnisse sind für uns heute Ungreifbar und Unvorstellbar. So wie Vielen heute, ging es auch den nicht betroffenen Bürgern in der Zeit des Nationalsozialismus. Durch Aufklärung und Informationen müssen wir dafür sorgen, dass wir als Gesellschaft nicht mehr wegschauen und effektiv daran arbeiten, dass Menschen aus anderen Kulturen, Religionen, anderer Sexualität und anderen Hintergrundes toleriert und akzeptiert werden.

„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon!“

Max Mannheimer, Holocaust-Überlebender

Kimiya Heydary, Sophie Schmidt, Airidas Asipavicius 10c