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Wasser schützt uns!

Es ist ein wunderschöner Frühlingstag auf einer grünen Wiese:

Die Sonnenstrahlen wärmen dein Gesicht. Der laue Wind streicht dir sanft durch das Haar. Du hörst das Summen der Bienen, die von einer farbenprächtigen Blüte zur nächsten schwirren. Du atmest tief den Duft des Frühlings ein, das saftige Gras und der süße Geruch der Blumen. Nicht weit von dir hörst du ein kleines Bächlein plätschern. Ruhig und gemächlich schlängelt es sich durch die Wiese. Das Wasser scheint kaum Kraft zu haben und doch überwindet es kleine Stöcke und fließt dabei ruhig weiter. Es lässt sich von dem Hindernis nicht aus der Ruhe bringen. Was für ein Geschenk, wenn man trotz Störung ruhig und besonnen bleiben kann, genau das brauchen wir in solch ungewissen Zeiten. Du entschließt dich, bachaufwärts zu laufen. Unter deinen Füßen  federt der Boden leicht. Das Wasser ist glasklar und funkelt in der Sonne. Allmählich wird der Bach schmaler, bis du zu der Quelle angekommen bist. Das Wasser sprudelt aus der Quelle und sucht sich seinen Weg. Es plätschert über moosbewachsene Steine und lässt sich von ihnen nicht aufhalten, sondern fließt darüber hinweg. Auch das ist etwas, was wir für unser Leben mitnehmen können: Man kann auch steinige Wege auf seine Art und Weise überwinden. Du betrachtest noch eine Weile das lustige Spiel des Wassers, wie es frisch aus der Erde empor quillt. Wasser bedeutet Leben, ohne es könnten wir nicht sein.

Du tauchst deine Hände in das ziemlich kalte Nass und spürst, wie das Wasser deine Finger umspielt. Hände waschen schützt – das hörst du gerade immer wieder in diesen Zeiten. Doch du spürst bei der Berührung des Wassers noch viel mehr: du spürst die belebende Kraft, die aus dem Wasser hervorgeht. Für wen warst du heute schon solch eine belebende Kraft? Wem bist du heute zu Hilfe gekommen, oder um wen hast du dich heute gekümmert? Dir fallen deine Eltern ein, die Freundin, die die Matheaufgaben nicht verstanden hat und der du helfen konntest und deine Geschwister, mit denen du gespielt hast. Du verweilst noch eine kurze Zeit an dieser Stelle, denn du bist mittlerweile ganz vertieft in deine Gedanken. Es fallen dir viele schöne Begebenheiten des Tages ein.

Langsam spürst du, dass deine Hände ziemlich kalt geworden sind und es wird Zeit, sich von der Quelle zu verabschieden. Du schüttelst deine Hände aus, um sie zu trocknen und aufzuwärmen und setzt dich wieder entlang des Wassers in Bewegung. Nachdem du dem Wasserlauf eine Weile gefolgt bist, gelangst du an Orte, die dir von deinem Hinweg her bekannt vorkommen, bis du wieder auf der Wiese vom Beginn stehst.

Du horchst in dich hinein – wie wohltuend doch dieser Ausflug war. Vielleicht gelangst du ja in dieser Zeit, in der jeder viel mit sich selbst zu tun hat, noch an andere, ähnliche Orte, wie an diese Quelle, um Kraft und Ausdauer zu tanken.

Euer WHR-Schulseelsorgeteam

Daniela Müller-Henes, Annika Ruthemann, Christiane Walz und Christine Wicker

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